Nico Lange | Reiseberichte

Bericht

Der erste Tag
Gegen 15.00 Uhr ging es hier auf dem Neustädter Bahnhof los auf den Flughafen Leipzig. Dort startete mein Flugzeug nach Antalya in der Türkei. Nach ca. drei Stunden Flug landete ich gegen Eins dort. Nach der Ankunft wurde ich dort schon empfangen und wurde noch mal drei Stunden mit dem Bus ins Hotel gefahren. Soweit so gut, also gegen fünf Uhr war ich dann im Bett.

Der zweite Tag
Nach dem Aufstehen machte ich mich erst einmal mit der Hotelanlage vertraut. Sie war nicht übermäßig groß, aber man musste ja herausfinden wo es überall zu Essen gibt. Mein Ergebnis war, dass es wahrscheinlich mehr Essenstände als Betten in Hotel gab. Man konnte fast immer irgendwo essen. Und trinken natürlich auch. Das wurde dann auch kräftig gemacht, Vorzugsweise von Leuten um die Vierzig, mit Bierbauch, unschönen Frauen und nie Alkoholfrei.

Den ersten Tag beschäftigte ich mich also damit die Leute ausgiebig zu beobachten und mich mit der Umgebung vertraut zu machen.

Abends war ich dann noch mal in der Stadt, ich musste erst einmal ein Internetcafe finden, ich kann ja nicht den Kontakt zur Außenwelt abbrechen nur weil ich mal eine Woche nicht da bin.

Der dritte Tag
Der Vortag ist viel zu viel für mich gewesen. Ich hatte total die Schnauze voll von Touristen in Bermuda-Hosen und von Türken die deutsch sprechen. Da bin ich erstmal los und wollte den Berg, den ich hinter meinem Hotelzimmer sah, besteigen. Zuvor hatte ich mir Wasser gekauft und dann ging es auch schon los. Nach ungefähr zwei Kilometern war von Touristen schon fast nichts mehr zu sehe (man glaubt es kaum, wenn man die Massen an Deutschen in Alanya sieht) und als ich dann von der Straße ab durch Felder, Feldwege und über kleinere Hügel lief, waren nicht einmal mehr Türken zu sehen.

Irgendwann war mir klar, ich hatte mich verlaufen. Aber erst nachdem ich in zwanzig Metern Höhe eine Felswand queren musste und auf meinem angeblichen "Trampelpfad" mich jede menge Bergziegen ansahen. Natürlich war es kein Trampelpfad von Menschen sondern ein "Weg" von den Ziegen. Aber so etwas kannte ich ja, so ähnlich haben Davit und ich auch schon in Indonesien dagestanden. Ich machte mich also los um zu schauen wo ich einen Weg finden kann, den ich auch sehr bald schon finden konnte. Natürlich wurde es mit der Bergbesteigung an diesem Tag nichts, da ich ersten die Strecke doch etwas unterschätzt hatte, mich zweitens verlaufen hatte und drittens wieder mal in TEVA-Sandalen losgezogen bin, dadurch so zerkratzte Füße hatte dass ich kaum noch laufe konnte.

Der vierte Tag
... war ein Beach-Tag. Ich bin dem gesamten Tag rumgeschnöselt, habe mal am Pool gelegen, oder am Strand, habe an der Bar gesessen und Wein getrunken. Auf gut deutsch ich habe gar nichts gemacht. Aber wenn ich ehrlich bin, es war gar nicht so schlecht.

Der fünfte Tag
An fünften Tag war ich tauchen. Es ging morgens los. Ich hatte die Tauchgänge im Hotel gebucht und wurde deswegen auch gleich dort abgeholt. Eigentlich war das Tauchen gut, wir sind mit einem großen Schiff raus gefahren, dort wo auch alle Touris für viel Geld hinfahren, haben geankert und waren dann tauchen. Der erste Tauchgang ging durch die Phosphorhöhle. Es war mein erster Tauchgang in einer Höhle und es ist sehr beklemmend nicht die Sonne an der Wasseroberfläche zu sehen.

Nach dem auftauchen gab es erst einmal etwas zu Essen. Das war wirklich gut. Wir lagen oben auf Deck in der Sonne haben schön gegrillt und Salat gegessen. Danach fuhren wir an eine andere Tauchstelle und machten unseren zweiten Tauchgang. Da haben wir dann Tintenfische gesehen sonst war dort nicht sehr viel los. Bei auftauchen machte ich einen folgenschweren Fehler. Ich ging zu schnell hoch. Als ich oben ankam spuckte ich schon Blut und hatte starke Ohrenschmerzen. - Diese sollten mich noch bis Deutschland begleiten, wo festgestellt wurde, dass ich einen Hörsturz hatte. -

Wieder im Hotel angekommen fragte ich nach einem Arzt und wo ich ihn finden könnte, da erklärten die Angestellten mir ich bräuchte mir keine Sorgen machen der Arzt kommt sofort vorbei. Das war für mich schon sehr erstaunlich, dass der Arzt sogar bis ins Hotel kommt und man das Hotelgelände wirklich nicht verlassen muss. Der Arzt gab mir dann ein paar Tropfen und eine Spritze und hat mich dann auch schon wieder gehen lassen.

Der Abend war für mich natürlich gelaufen (na ja, ein paar Gläser Wein habe ich dann doch noch getrunken ;-) ).

Der sechste Tag
Am Vortag hatte ich im Hotel neue Leute kennen gelernt. Wiebke und Dirk. Sie waren ziemlich in Ordnung und ab dann waren wir fast die gesamte Zeit zusammen. Für den sechsten Tag hatten wir und ein Auto gemietet und fuhren zu einer Ruinenstadt. Nach zwei Stunden abenteuerlicher Fahrzeit (nicht wahr Wiebke) im offenen Jeep waren wir da. Wir haben den gesamten Tag richtig "Kultur" gemacht, was auch sehr interessant war, und machten uns am späten Nachmittag wieder auf ins Hotel.

Die Abende, muss ich hier hinzufügen, in der Gruppe sind natürlich viel flüssiger (ich meine den Alkohol) als alleine und ich habe mich immer mehr wie ein dummer "Touri aus Deutschland" verhalten. Was eigentlich auch ganz lustig ist. Und der Alkohol nimmt ja bekanntlich sowieso einige Hemmungen. Also feierten wir die letzen Tage ziemlich ausschweifend. So wurden zu Beispiel, und vorzugsweise vom mir, kurz vor Mitternacht eine Unmenge an Sekt, Cocktails, oder Longdrinks an unseren Tisch geschafft, da wir hätten ab vierundzwanzig Uhr bezahlen müssen.

Der siebente Tag
war wieder nur für den Strand eingeplant. Ich hatte lange geschlafen, habe dann lange am Strand gelegen und lange Mittag gegessen.

Am Nachmittag war ich dann noch mal in der Stadt und hatte, wieder im Hotel angekommen, meine Sachen auf den Heimflug vorbereitet.

Der achte Tag
Mein Abflugtag. Eigentlich war ich sehr motiviert , immerhin ging es wieder nach Hause, raus aus dem verrückten Hotel, aber hätte ich gewusst was mich an diesem Tag erwartet währe ich lieber in Hotel geblieben.

Los ging es wieder mit dem Bustransfer nach Antalya. Dort angekommen hätte ich normalerweise noch ca. zwei Stunden bis zum Abflug meiner Maschine gehabt. Aber da stand doch nicht etwa an der Abflugstafel, dass der Flug um zwei Stunde verschoben ist! Da waren es schon vier Stunden. Gut sagte ich mir, das geht schon vorbei. Es wurde um fünf nun sollte der Flug endlich starten, jetzt erschien der Flugkapitän und erklärte uns, das wir nicht wie geplant in Leipzig, sondern in Bremen landen. Jetzt war es mit dem Frieden auf dem Flughafen vorbei. Da stellten sich einige Leute hin, erzählten sie würden für alle Leute die in Leipzig landen sprechen und sagten, dass hier keiner in die Maschine einsteigt! Und als Krönung wurden noch solche Sachen vorgeschlagen wie: "Wir können doch mal schnell in Dresden oder Erfurt zwischenlanden" !!! Ja es war wie im Kindergarten, aus welchem Grund diskutieren irgendwelche Leute, in meinem Namen, mit dummen Argumenten, auf einem türkischen Flughafen rum? Und gibt es für diese Leute keinen Unterschied zwischen Flugzeug und Auto? Ich meine "mal schnell zwischenlanden" wie soll das gehen? Natürlich ist es nicht schön wenn man erfährt das man letztendlich ca. neun Stunden später als geplant in Leipzig ankommt, aber durch das diskutieren haben wir noch mal fast zwei Stunden verloren. Und wenn man fliegt kann es halt schon mal vorkommen das es da einige Verspätungen gibt, man kann die Zeit und die Kosten die entstanden sind ja auch später noch einklagen und man muss nicht auf einem türkischen Flughafen dem Rebellen heraushängen lassen.

Zum Schluss bin ich dann natürlich doch noch in Dresden angekommen und bin, nachdem ich im Bus von Bremen nach Leipzig sehr gut geschlafen hatte, gleich arbeiten gegangen. So dann möchte ich alle hier noch viel Spaß im nächsten Cluburlaub wünschen. Für mich war das erst einmal der erste und letzte Urlaub in einem Club. Nicht nur das es sehr teuer ist, man sieht auch viel zuwenig vom Land in dem man sich aufhält (auch wenn man schöne Fahrten machen kann- diese gehen garantiert nur dort hin wo der Tourist auch hin soll!).